World Radiosport Team Championship 2018

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70 000 Funkamateure gibt es in Deutschland. Anders als CB-Funker müssen sie eine Prüfung in Technik, Funkpraxis und Gesetzeskunde ablegen. Danach erhalten sie individuelle Rufzeichen, die vor allem das jeweilige Land signalisieren: DL1MGB oder DJ2YA kommen aus Deutschland, VE1OP aus Kanada, 9J2BO aus Sambia oder ZL3IO aus Neuseeland.

Formal zuständig für den gesetzlich geregelten Amateurfunkdienst in Deutschland ist die Bundesnetzagentur. Sie überwacht auch mit einem eigenen Messdienst die Einhaltung von Regeln und Grenzwerten. Ein großer Teil der deutschen Funkamateure ist im Deutschen Amateur Radio Club (DARC) organisiert, der derzeit knapp 40 000 Mitglieder in rund 1000 Ortsverbänden hat.

Zwischen Funkuhr und Licht: 26 Frequenzbereiche

Funkamateuren stehen 26 Frequenzbänder zur Verfügung von Langwelle nahe dem Funkuhrsignal bis in den Terahertz-Bereich kurz vor dem Lichtspektrum. Weltweite Verbindungen ermöglicht vor allem Kurzwelle zwischen 1,8 und 30 Megahertz. Dabei wirkt die Ionosphäre in 100 bis 200 Kilometer Höhe wie ein mehr oder weniger gut reflektierender Spiegel, der Signale wieder zur Erde zurückschickt. Über die Reichweite eines Signals entscheidet zuerst das "Funkwetter", dann die Antennen und dann erst die Leistung. Zugelassen sind in Deutschland 750 Watt – weltweite Verhindungen aber schon mit 5 Watt aus einer Taschenlampenbatterie möglich.

Kommuniziert wird nicht nur per Sprechfunk, sondern auch mit der besonders effizienten Morsetelegrafie, per Fernschreiben oder digitalen Verfahren, die teilweise sogar von Funkamateuren entwickelt wurden.

 

Signale für Mensch und Computer: So klingt Amateurfunk

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So klingt das deutsche Rufzeichen DL0WRTC im Sprechfunk (SSB) und in Morsetelegrafie (CW), das italienische Rufzeichen IK2ILH in Fernschreiben (RTTY) und LA9VPA aus Norwegen in Phase Shift Keying (PSK). Anders als Telegrafie sind RTTY und PSK nicht mehr für Menschen verständlich, sondern müssen per Software gelesen werden.

Bei der WRTC funken die Wettbewerbsteilnehmer in SSB und CW. Der richtige Mix je nach Ausbreitungsbedingungen und Tageszeit macht dabei so viel aus wie die optimale taktische Aufstellung eines Fußballteams. WRTC ist dabei nur einer der Wettbewerbe ("Conteste"), bei denen an fast jedem Wochenende tausende Funkamateure um möglichst viele Verbindungen mit möglichst vielen Ländern kämpfen.

Hobby der unbegrenzten Möglichkeiten

Über Conteste hinaus haben Funkamateure so viele mögliche Aktivitäten im Hobby, dass kaum einer schon allem nachgehen konnte: Überreichweitenfunk auf UKW, Signale über den Mond auf die andere Seite der Erde schicken, Gespräche in Hochgeschwindigkeitstelegrafie, Notfunk zur Unterstützung von Rettungsdiensten, expeditionsartige Aktivitäten auf unbewohnten Inseln oder mit tragbarer Ausrüstung von Berggipfeln.

Gleichzeitig bleibt Amateurfunk das "Soziale Medium der ersten Stunde": Lange vor Mail und Web ermöglichte er Kontakte und Freundschaften über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Das völkerverbindende Gemeinschaftsgefühl der Gleichgesinnten nennen Funker ohne großes Pathos "Hamspirit". Mail und Web änderten nichts an der Faszination des drahtlosen Kontakts auch mit einfachen, aber eigenen Mitteln – oder in Tweetlänge gesagt: "Amateurfunk trotz Handy und Web?" - "Na klar, Marathonläufer nehmen doch auch kein Auto."

 

 

Links

  1. World Radiosport Team Championship 2018 in Deutschland: http://www.wrtc2018.de/
  2. Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/SpezielleAnwendungen/Amateurfunk/amateurfunk_node.html
  3. Deutscher Amateur Radio Club DARC: http://www.darc.de/
  4. Ortsverbände des DARC: http://www.darc.de/ortsverbaende/
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